Heißer Glögg und der Duft nach frischem Reisig
Ich kann mich nicht erinnern, dass es mir in den vergangen Jahren jemals so schwer gefallen ist mein Schwedenhäuschen weihnachtlich zu dekorieren. Normalerweise werfe ich schon Anfang November einen ersten verstohlenen Blick in die Kisten in denen ich meine Dekosachen aufbewahre. Zum einen, um mich auf all die schönen Dinge zu freuen die darin aufbewahrt werden, und zum anderen um vielleicht die ein oder andere Kleinigkeit noch zu ergänzen bevor es ans Dekorieren geht.

Heuer jedoch war alles anders. Das Wetter war zu warm, nach den langen Arbeitstagen in meiner Kaffeehausbackstube war ich zu müde um Abends noch Kisten hervorzukramen und außerdem mussten ja erst einmal die Gasträume im Café dekoriert werden. Kurz habe ich sogar darüber nachgedacht auf Weihnachtsdekoration daheim ganz zu verzichten, weil ich doch ohnehin die meiste Zeit im Café bin.


Aber dann kam das erste Adventwochenende immer näher, das Wettter wurde endlich halbwegs winterlich und die Vorhersage versprach für die ersten Dezembertage Schnee bis ins Flachland. Und schlagartig war sie wieder da, die Vorfreude darauf unser kleines Schwedenhäuschen auch heuer wieder in ein kuscheliges Winter-Weihnachtshäuschen zu verwandeln.


Was doch ein paar Schneeflocken und der Duft nach frischem Tannenreisig für eine magische Wirkung haben. Einen ganzen Nachmittag lang bin ich regelrecht durchs Haus gewirbelt. Habe herumprobiert, umgestellt, Neues ausprobiert. Meinen klassischen Weihnachtsfarben bin ich dabei jedoch treu geblieben.





Abends als dann alles fertig dekoriert war und Kerzen und Sternenlichter das Schwedenhäuschen mit warmem Licht erhellt haben war es Zeit für den ersten selbstangesetzten Glögg. Natürlich kann man diese schwedische Weihnachtsspezialität mittlerweile in vielen Geschäften kaufen, aber ganz ehrlich, so gut wie ein selbstgemachter Glögg schmecken sie alle nicht.


Rezept für Starkvinsglögg:
1 Teelöffel Kardamomkerne
3 Zimtstangen
2 x 2 cm frischen, geschälten Ingwer
10 Nelken
3 Streifen Orangenschale
1,5 dl Vodka
1 Flasche Rotwein
1,5 dl Zucker
Mark einer Vanilleschote
geschälte Mandeln
Rosinen
Zubereitung:
Die Kardamomkerne werden in einem Mörser zerstoßen und gemeinsam mit den Zimtstangen, Nelken, dem Ingwer und den Orangenschalenstreifen für mindestens 1 Nacht in ein Schraubglas gelegt und mit dem Vodka übergossen. Anschließend das Glas mit dem Deckel verschließen und bei Zimmertemperatur stehen lassen. Am nächsten Tag den Vodka durch ein Sieb gießen und mit dem Rotwein, dem Zucker und dem Mark der Vanilleschote erwärmen.
Serviert wird der heiße Glögg mit Mandeln und Rosinen.




Es ist etwas Wunderbares mit einer dampfenden Tasse Glögg im winterlich geschmückten Schwedenhäuschen auf dem Rentierfell zu sitzen. Für mich ist es die schönste Art sich auf die kommende Vorweihnachtszeit einzustimmen.

Schön, dass ihr mich bei meinem Rundgang durchs Schwedenhäuschen begleitet habt. Macht es euch doch ebenfalls ein wenig gemütlich und genießt diese wunderbare Zeit. Sie ist schon etwas ganz besonderes!
Ha det bra, Conny
Liebe Conny,
es ging mir in diesem Jahr ganz ähnlich wie dir… ich brauchte auch etwas, bis ich so richtig Lust bekam, weihnachtlich zu dekorieren. Die fast frühlingshaften Tage der letzten Wochen ließen einfach wenig Weihnachtsstimmung aufkommen.
Dennoch ist es genau so, wie du schreibst… wenn man erst mal mit Dekorieren angefangen hat, die Kerzen und Lichter funkeln und all die winterlichen und weihnachtlichen Dekoschätze wieder arrangiert werden, dann ist das schon etwas ganz besonderes – eine ganz besondere Zeit eben (-:
Ich mag deinen natürlichen Dekostil sehr. Alles wirkt so stimmig, harmonisch und gemütlich. Beim Betrachten Deiner Fotos spürt man so richtig dieses wundervolle, skandinavische Weihnachtsgefühl.
Vielen Dank, liebe Conny, für diesen stimmungsvollen, weihnachtlichen Rundgang durch dein weihnachtliches Schwedenhäuschen.
Liebe Grüße und eine wunderschöne Adventszeit,
Annette